Rahmendaten für das 24h-Wochenende stehen fest

Das ADAC Zurich 24h-Rennen vom 10. bis 13. Mai 2018 stellt in diesem Jahr eine besondere Herausforderung an die rund 600 Fahrer, die beim größten Rennen der Welt antreten: So früh im Jahr wie selten zuvor müssen sie ihre Fahrzeuge und Fahrer auf den Punkt vorbereitet auf der längsten und schönsten Rennstrecke der Welt einsetzen. Die über 25 km lange Kombination aus Nürburgring-Nordschleife und Grand-Prix-Kurs wird mit rund 200.000 erwarteten Zuschauern erneut die perfekte Kulisse für den Höhepunkt der Langstreckensaison bilden. An der Spitze des Feldes werden die mächtigen GT3 von Audi, BMW, Mercedes-AMG, Porsche, Lexus und Co. den Ton angeben – viele Teams haben bereits ihre Teilnahme signalisiert. Das gilt auch für die „kleineren“ Breitensportklassen, in denen ebenso intensiv um jeden Meter gefightet wird, wie an der Spitze. Auch das weitere Programm ist voller Höhepunkte. So ist ein zweites Highlight des sportlichen Programms der erste deutsche Auftritt des neuen FIA-Tourenwagen-Weltcups WTCR. Die beiden Läufe der höchsten internationalen Tourenwagenklasse auf der Nordschleife bilden am Samstag den Appetitanreger vor dem Start zum 24h-Rennen. Auch der Ticketvorverkauf hat bereits begonnen. Karteninfos gibt es unter diesem Link hier auf der 24h-Homepage.

Die ersten Nennungen sind bereits eingegangen, das Rahmenprogramm steht fest, die Vorbereitungen sind in vollem Gang: Das ADAC Zurich 24h-Rennen wird auch in diesem Jahr zur Motorsport-Supershow. Schon die Rahmendaten sind imposant: Bei keiner Motorsportveranstaltung gehen so viele Fahrzeuge gleichzeitig ins Rennen (rund 160), messen so viele Piloten ihre Kräfte (über 500), sind mehr Fans rund um die Strecke versammelt (im vergangenen Jahr waren es 205.000 am Wochenende). Immer enger wurde in den vergangenen Jahren der Wettbewerb, und an Dramatik war der Ausgang der Rennen kaum zu überbieten – in den vergangenen beiden Jahren entschied buchstäblich erst die letzte Runde über den Sieg. Kein Wunder, dass sich die Teams da so sorgfältig vorbereiten wie auf kaum ein anderes Einzelrennen sonst. Dazu stehen auch in diesem Jahr das ADAC 24h-Qualifikationsrennen vom 14. bis 15. April und zwei Läufe zur Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) zur Verfügung. Bei ihnen erleben die Fans nicht nur das erste Kräftemessen der Teams. Auch die ersten Entscheidungen für das Hauptevent im Mai fallen dann bereits – denn wieder geht es in VLN und im 24h-Qualirennen um die Vergabe von Plätzen für das spektakuläre Top-30-Qualifying. In diesem Einzelzeitfahren der schnellsten Nordschleifenteams werden schließlich die Startplätze in den ersten 15 Startreihen des ADAC Zurich 24h-Rennens vergeben.

Tolles Rahmenprogramm: Festivalstimmung am Ring
Vier Tage lang sorgt das Event am Wochenende um Christi Himmelfahrt für jede Menge Action, zu der aber auch das weitere Rennprogramm beiträgt. Ob es die beiden Nordschleifen-Läufe zum Tourenwagen-Weltcup WTCR am Samstag vor dem Start der 24h sind oder die Rennen des Audi R8 LMS Cups auf der Grand-Prix-Strecke: Beide Rennserien sind in Deutschland nur am 24h-Wochenende zu sehen. Natürlich bereichern auch die historischen Rennwagen im ADAC 24h-Classic-Rennen sowie die Leistungsprüfung der RCN am Donnerstagvormittag das Geschehen. Und auch die Eckdaten des weiteren Rahmenprogramms können sich sehen lassen. So stimmt sich die 24h-Gemeinde aus Fahrern, Fans, Organisatoren und Anwohnern bereits am Mittwoch vor dem Rennen ein, wenn der traditionelle Adenauer Racing Day ins Zentrum der Motorsport-Stadt am Nürburgring lockt. Ab Donnerstag steht dann am Ring das volle Motorsportprogramm an, zu dem auch ganz viel Action abseits der Strecke gehört. Nicht nur die traditionelle Party der Fans rund um die Nordschleife, sondern auch Driftvorführungen, Fan-Arena im historischen Fahrerlager, Autogrammstunden und Musikevents sorgen für Festivalstimmung.

Die neue WTCR startet auch beim 24h-Rennen

Die höchste internationale Tourenwagenklasse bleibt auch künftig ein Teil des ADAC Zurich 24h-Rennens. Darauf einigten sich die Betreiber der FIA WTCR mit den Organisatoren des ADAC Nordrhein nach Saisonabschluss der Tourenwagen-Königsklasse. Damit erleben auch die Fans am Nürburgring 2018 die neuen Fahrzeuge der Serie, die künftig als „FIA World Touring Car Cup (WTCR)“ durchstartet: Denn die Nachfolge der kostspieligen TC1-Rennwagen treten in Zukunft die Fahrzeuge der TCR-Klasse an, die sich in den vergangenen Jahren international sehr erfolgreich etabliert hat. Neben zahlreichen nationalen Championaten ist die Klasse auch beim ADAC Zurich 24h-Rennen startberechtigt.

Nach ihrem Debüt im Jahr 2014 hat sich die TCR-Klasse im internationalen Tourenwagensport in kürzester Zeit etabliert. Seit 2016 haben die fünftürigen Zweiliter-Fronttriebler auch beim ADAC Zurich 24h-Rennen einen Platz. Rund ein halbes Dutzend Teilnehmer wies die Klasse 2017 beim Langstreckenklassiker aus, vom Start der WTCR erhoffen sich die Organisatoren auch einen Impuls für ein weiteres Wachstum dieser attraktiven Kategorie. „Wir freuen uns sehr über die Einigung mit der FIA WTCR“, sagt 24h-Rennleiter Walter Hornung. „Damit können wir nicht nur unseren Fans an der Nordschleife tollen Rennsport mit internationalen Teilnehmern bieten. Wir treiben auch die Entwicklung in einer Klasse voran, die sich prächtig entwickelt hat und beim 24h-Rennen vielleicht künftig eine der wichtigen Plattformen für Privatteams sein könnte.“ Denn genau dies ist die Zielrichtung des TCR-Reglements. Die Fahrzeuge sind mit Preisen unter 100.000 Euro verhältnismäßig günstig, technisch beherrschbar und bieten attraktive Fahrleistungen: Perfekte Sportgeräte also, die sich auch auf der Nordschleife in den vergangenen Jahren bestens bewährt haben. Der siegreichen TCR-Teams belegten in den vergangenen beiden Jahren beim 24h-Rennen jeweils Positionen im vorderen Mittelfeld.

Rund 500 Fahrzeuge weltweit bereits im Einsatz
Die FIA WTCR hat nicht nur die Nachfolge der WTCC angetreten, sondern auch die der internationalen TCR-Serie. Aus der Fusion geht nun ein Weltcup hervor, der als wichtiges Detail die TCR-Philosophie hinsichtlich der Herstellerbeteiligung übernimmt. Werksteams sind verboten, eine Herstellerwertung nicht ausgeschrieben. Die Rolle der Automobilindustrie ist vielmehr, die Fahrzeuge im Rahmen ihrer Kundensportprogramme zu betreuen. Und diese Konstellation findet bei vielen Unternehmen Anklang. Zuletzt stellte etwa Hyundai ein neues TCR-Fahrzeug vor, beim ADAC Zurich 24h-Rennen starteten 2016 und 2017 auch Modelle von Audi, Seat und VW. Weitere TCR-Rennwagen im internationalen Geschäft stammen von Alfa-Romeo, Ford, Honda, KIA, Opel, Peugeot, Renault und Subaru: Reichlich Auswahl also für interessierte Teams, die zudem auf einen großen Bestand an existierenden Rennwagen zurückgreifen können. Rund 500 TCR-Fahrzeuge sind international bereits im Einsatz. Der FIA-Weltcup allerdings setzt auf Klasse statt Masse. Die Teilnehmerzahl wurde auf 26 Fahrzeuge beschränkt. Weitere potenzielle Betätigungsfelder in Deutschland sind etwa die attraktive ADAC TCR Germany, die 2018 bereits in ihre dritte Saison geht. Walter Hornung: „Das Potenzial an Teams und Piloten ist also auch in Deutschland vorhanden. Wir haben mit dem 24h-Rennen ein weiteres Betätigungsfeld für diese Fahrzeuge geöffnet und hoffen, damit auch unseren Teil zur Belebung und Entwicklung dieser attraktiven Fahrzeugklasse beizutragen.“

Volvo-Pilot Björk holt den WM-Titel

Thed Björk ist Tourenwagen-Weltmeister 2017. Dem schwedischen Piloten von Polestar Cyan Racing genügten beim Saisonfinale der Weltmeisterschaft auf dem dem Losail International Circuit im Wüstenemirat Katar die Plätze drei (Hauptrennen) und fünf (Eröffnungsrennen), um die entscheidenden Punkte zu holen. Wie schon im vergangenen Jahr gewann damit der Sieger des Hauptrennens auf der Nordschleife am Ende auch die Meisterschaft. Sein schärfster Konkurrent im Fight um die Krone des internationalen Tourenwagensports erlebte dagegen ein durchwachsenes Wochenende: Norbert Michelisz (HUN / Honda Civic) kam im Qualifying nach einem Bremsproblem nicht über Platz elf hinaus und schloss die Rennen als Neunter (Eröffnungsrennen) bzw. Achter (Hauptrennen) ab. Erfreulich aus deutscher Sicht war die Podiumsplatzierungen eines 24h-Teilnehmers im Hauptrennen. Der Britische Citroën-Pilot Robert Huff belegte im letzten Lauf der Saison für das deutsche Team All-incl.com den zweiten Platz.

Schon im Qualifying von Katar zeigte sich, dass es der als Zweitplatzierter angereiste Norbert Michelisz schwer haben würde im Kampf um die WM-Krone. Während Markenkollege Esteban Guerrieri die Pole eroberte und der WM-Führende Thed Björk Platz vier einfuhr, blieb dem Ungarn nach einem Bremsproblem nur der elfte Rang. Im Eröffnungsrennen war es dann allerdings Citroën-Pilot Tom Chilton, der die versammelte Konkurrenz düpierte und als Sieger abgewinkt wurde.

Chilton schlug in dem spannenden ersten Lauf des Wochenendes seinen Teamkollegen Mehdi Bennani (MAR) und Lada-Pilot Kevin Gleason (USA). Der Brite lieferte sich dabei einen sehenswerten Fight mit dem Markenkollegen, ehe er in der achten von zehn Runden endlich Oberhand gewann. „Das war das Rennen meines Lebens“, kommentierte er nach dem Sieg. „Wir haben uns gegenseitig keinen Platz gelassen und einmal dachte ich, dass mich Mehdi in die Reifenstapel schicken würde.“

Im Hauptrennen wurden dann gleich zwei Starter zu Hauptdarstellern. Da war zum einen Esteban Guerrieri (ARG), der seine Pole Position zwölf Runden lang souverän umsetzte und einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg vor All-inkl.com-Pilot Robert Huff und Nicky Catsburg herausfuhr. Der andere Star des Rennens war zweifellos Thed Björk, der sich mit dem dritten Platz auch den Titelgewinn sicherte. Er konnte dabei ohne Druck agieren, denn Hauptrivale Norbert Michelisz kam nicht über Platz acht hinaus.

Nachdem er aus seinem Auto ausgestiegen war, war Björk fast sprachlos. „Jetzt kann ich wieder Luft holen“, sagte er mit einem großen Lachen. „Dieses Projekt ist großartig. Im vergangenen Jahr war ich noch ein Rookie. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Die letzten Runden waren fantastisch, einige der besten meines Lebens. Mein Mentaltraining, das ich in diesem Jahr absolviert habe, war großartig. Ich war glücklich, als ich ins Rennen ging, obwohl ich Druck hatte.“

Auch der Kampf um die WM-Krone der Privatfahrer war spannend: Trotz des zweiten Platzes im Eröffnungsrennen reichte es für den als Drittplatzierten angereisten Mehdi Bennani nicht, denn die Hoffnungen auf ein besseres Abschneiden musste er im Hauptrennen bereits nach der ersten Kurve begraben: Ein heftiger Kontakt mit WTCC-Legende Yvan Muller drückte ihn von der Strecke. Einige Runden später stellte er seinen Citroën mit einem Reifenschaden ab. So blieb er in der WTCC-Trophy schließlich Dritter – nur einen halben Punkt hinter Vizemeister Rob Huff. Die Krone in der Trophy setzte sich der Sieger des Eröffnungsrennens, Tom Chilton, auf.

Hersteller werden stärker einbezogen

Das ADAC Zurich 24h-Rennen setzt im kommenden Jahr neue Maßstäbe im Bemühen um Chancengleichheit und Fairness beim Fight um den Gesamtsieg. Ein Bündel an Neuerungen soll dafür sorgen, die in der Top-Kategorie engagierten Hersteller stärker einzubeziehen, wenn es um die Definition von Parametern der Balance of Performance (BoP) geht. Dazu richtet der ADAC Nordrhein als Ausrichter des größten Rennens auf der legendären Nürburgring-Nordschleife eine „Technical Working Group“ ein, in der eingeschriebene Hersteller von GT3-Fahrzeugen über BoP-Themen beraten. Daneben werden objektiv messbare Werte bei der Festlegung dieser leistungsbeeinflussenden Vorgaben berücksichtigt. Für die Auswertung wird das Know-how eines unabhängigen, externen Renningenieurs hinzugezogen. Die Hoheit über die letzte Entscheidung aller Teile des Regelwerkes inklusive BoP bleibt in bewährten Händen: Wie bislang wird der Technikausschuss über die Vorgaben der BoP entscheiden.

Die Chancengleichheit beim ADAC Zurich 24h-Rennen hat in den vergangenen Jahren ein hohes Niveau erreicht. Ein Blick auf die Ergebnisse spricht eine eindeutige Sprache: In den vergangenen fünf Jahren gelang jeweils mindestens fünf Herstellern der Sprung in die Top 10. Abgesehen vom Mercedes-AMG-Vierfachsieg 2016 standen jeweils die Piloten von mindestens zwei Fabrikaten auf dem Podium. Auch die Abstände zwischen den Siegern und Platzierten verringerten sich immer mehr – heute wird das 24h-Rennen längst von Teams und Fahrern als „24-Stunden-Sprint“ bezeichnet. Bei dieser hohen Chancengleichheit werden immer kleinere Performanceunterschiede wahrgenommen und entscheiden womöglich über die Plätze. Um diesem Prozess noch stärker gerecht zu werden und die betroffenen Hersteller besser einzubeziehen, wurden die nun beschlossenen Maßnahmen verabschiedet. Sie sehen vor, dass ab dem kommenden Jahr mit der „Technical Working Group“ ein beratendes Gremium hinzugezogen wird, in dem die Hersteller von GT3-Fahrzeugen, die beim 24h-Rennen antreten, mit den Experten des ADAC Nordrhein an einem Tisch sitzen.

„Runder Tisch“ mit den GT3-Herstellern
„Das neue Gremium wird als gemeinsame Initiative des ADAC Nordrhein und der beteiligten Werke ins Leben gerufen“, erklärt Rennleiter Walter Hornung. „Wir können an diesem ,runden Tisch’ frühzeitig technische Problemfelder erkennen und im Konsens ausräumen – gleichzeitig machen wir die Reglemententscheidungen transparent“. So wird es für die Beteiligten auch möglich, die kommenden Entwicklungen im Reglement vorherzusehen, abzustimmen und sich frühzeitig darauf einzustellen. Walter Hornung: „Auf allen Seiten wird auch die Planungssicherheit erhöht, sodass wir hoffen, die starken Werksengagements im Rahmen des 24h-Rennens länger binden zu können.“

Engineering und Pflichtteilnahmen für höhere Transparenz
Im Rahmen der intensivierten Zusammenarbeit im BoP-Prozess sind auch weitere Maßnahmen in Vorbereitung. So wird im Reglement erstmals eine Einschreibegebühr für die beim 24h-Rennen startenden GT3-Hersteller eingeführt, um die immer aufwendigeren BoP-Maßnahmen zu finanzieren. Die auch bislang bereits mit einem obligatorischen Datalogger gewonnenen Daten der Top-Fahrzeuge werden außerdem ab 2018 noch akribischer untersucht. Dazu wird ein externer Experte dem Technikausschuss zuarbeiten, der die Daten in Computermodelle umsetzt und es so ermöglicht, die bestehenden BoP-Stellschrauben noch präziser einzusetzen. Die Gewinnung einer ausreichenden Datenbasis wird dabei durch vorgeschriebene Pflichtteilnahmen erreicht. Ab 2018 wird die Teilnahme von mindestens einem Fahrzeug jedes in der SP9 und SP9-LG (FIA-GT3) startenden Herstellers bei zwei VLN-Läufen und dem ADAC 24h-Qualifikationsrennen obligatorisch. So stehen bei der Definition der BoP-Werte am Ende die Daten aus drei Rennen zur Verfügung, auf denen umfangreiche Computermodelle aufgebaut werden können.

Audi R8 LMS Cup ergänzt das 24h-Programm

Audi bereichert das Programm des ADAC Zurich 24h-Rennen auch künftig mit einem attraktiven Markenpokal. Nach dem Auslaufen des Audi Sport TT Cup, der in diesem Jahr für beste Unterhaltung im Rahmenprogramm des Langstreckenklassikers sorgte, kommt 2018 ein mehr als würdiger Nachfolger in die Eifel: Erstmals startet der Audi R8 LMS Cup bei den 24h. Die Serie ist weltweit der einzige Markenpokal, in dem reinrassige GT3-Rennwagen zugelassen sind. Neben den Audi R8 LMS der ersten und zweiten Generation darf außerdem der R8 LMS im GT4-Trim starten, der im Jahr 2017 sein Renndebüt beim 24h-Rennen auf der Nordschleife feierte. Die beiden Rennen auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings versprechen damit spektakuläre Unterhaltung.

Die ursprünglich im Aisen-Pazifik-Raum beheimatete Rennserie macht für das spektakuläre Gastspiel in der Eifel eine Reise um die halbe Welt. Am Steuer der Fahrzeuge sitzen ausschließlich Amateurpiloten, die bei ihren Einsätzen aber von Profipiloten im Rahmen eines Mentorenprogramms betreut werden. „Auf den Audi R8 LMS Cup dürfen sich die Fans des 24h-Rennens schon jetzt freuen“, sagt Rennleiter Walter Hornung. „Das sind spektakuläre Fahrzeuge, die bei ihren beiden Rennen auf dem Grand-Prix-Kurs sicherlich viel Action bieten werden.“ Anfang März startet die Serie im australischen Adelaide, danach geht es zum Nürburgring. Die weiteren Rennen im Terminkalender des Audi R8 LMS Cups finden in China und Malaysia statt. Auf dem Nürburgring ist die Serie damit bei ihrem einzigen europäischen Lauf zu sehen, für den die imposante Kulisse des ADAC Zurich 24h-Rennens sicherlich der würdige Rahmen sein wird. Informationen zum Audi R8 LMS Cup gibt es im Internet unter www.audi-motorsport-asia.com.

Das Buch zum Rennen – ab sofort im Handel

Ab sofort ist das ultimative Nachschlagewerk zum spannendsten 24h-Rennen der Historie erhältlich. Der Gruppe C Motorsport Verlag hat in dem 272 Seiten dicken offiziellen Jahrbuch wirklich alles untergebracht, was es zur 45. Auflage des ADAC Zurich 24h-Rennens zu wissen gibt – und das ist bekanntlich eine Menge. Denn wer glaubte, beim Jahreshöhepunkt im Nordschleifen-Kalender schon alles erlebt zu haben, der wurde 2017 wieder einmal eines Besseren belehrt.

Nach einem spannenden Rennen schien Der Audi R8 des Land-Teams bereits als sicherer Sieger – doch ein technisches Problem ließ ihn zurückfallen. Das Blatt drehte sich aber noch einmal, als eine Stunde vor dem Fallen der Zielflagge ein kurzer, aber heftiger Regenschauer auf Teilen der Strecke niederging. Eine geistesgegenwärtige Reifenwahl beim Team von Wolfgang Land, das genau im richtigen Moment zum finalen Stopp an der Box stand, verlieh dem bereits als tragischem Verlierer bedauerten Audi Flügel – in einem fulminanten Schlussspurt drehten Connor De Philippi, Christopher Mies, Markus Winkelhock und Kelvin van der Linde das Geschehen und gingen schließlich als Sieger durchs Ziel. Nie zuvor hatten selbst die Konkurrenten den Siegern den obersten Platz auf dem Podium so sehr gegönnt!

Die 205.000 Zuschauer am Wochenende sahen aber nicht nur an der Spitze ein großartiges Rennen, und das offizielle Buch zum 24h-Rennen ist eine Einladung, auch das zu entdecken. Die rund 1.000 Farbfotos, der deutsch- und englischsprachige Text sowie der ausführliche Statistikteil dokumentieren das Geschehen umfassend, widmen sich Facts und Geschichten, Personen und Anekdoten. Seit 9. November ist das Buch für 40 Euro im Handel erhältlich (ISBN: 978-3-928540 90-2)

> Hier gibt es weitere Infos zum offiziellen 24h-Buch

Bestellungen sind auch > direkt über den Online-Shop des Gruppe-C-Verlags < möglich.

Nordschleifen-Terminkalender 2018 steht fest

Nach dem ADAC Zurich 24h-Rennen hat nun auch die Veranstaltergemeinschaft der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring den Terminkalender für das kommende Jahr veröffentlicht. In der achtmonatigen Saison 2018 stehen demnach neben dem 24h-Rennen und dem 24h-Qualifikationsrennen neun VLN-Läufe auf dem Terminkalender: Der erste und zweite VLN-Lauf (24. März bzw. 7. April) bilden dabei den perfekten Prolog für die 24h-Events. Denn das Qualifikationsrennen folgt am 14. / 15. April als dritte intensive Testmöglichkeit vor dem Saisonhöhepunkt bei den 24h (10. bis 13. Mai). Danach legt die Szene eine Verschnaufpause ein, bevor ab 23. Juni (VLN 3) der Kampf um Punkte und Meistertitel in der traditionsreichen Nordschleifen-Serie im Mittelpunkt steht.

„Wir konnten mit dem Rennstreckenbetreiber neun sehr gute Termine für die VLN-Rennen 2018 vereinbaren“, sagt Dietmar Busch, Geschäftsführer der VLN Veranstaltungs- und Vermarktungsgesellschaft mbH. „Zwei VLN-Veranstaltungen liegen vor dem 24h-Rennen Anfang Mai und bieten den Teams eine optimale Vorbereitungsmöglichkeit auf den Langstreckenklassiker.“

Auch zwei Jubiläen wird es in der VLN-Saison zu feiern geben. Der AC Altkreis Schwelm feiert mit dem H&R-Cup 60-jähriges Jubiläum. Zum 50. Mal jährt sich der Barbarossapreis des MSC Sinzig. Die weiteren Veranstalter sind der ADAC Westfalen, die Renngemeinschaft Düren, der MSC Adenau, der Rheydter Club für Motorsport, der MSC Ruhr-Blitz Bochum, der Dortmunder MC sowie der MSC Münster. Das ADAC Zurich 24h-Rennen sowie das ADAC 24h-Qualifikationsrennen werden wie immer vom ADAC Nordrhein veranstaltet.

Auch der Zeitplan für die VLN-Events bleibt im kompakten Eintages-Format. Im Zeittraining zwischen 8:30 und 10 Uhr werden die Positionen für die Startaufstellung ausgefahren, die Rennen beginnen stets um 12 Uhr. An den Freitagen vor den jeweiligen Rennen finden Test- und Einstellfahrten statt, bei denen die Teilnehmer die Möglichkeit haben, sich auf das Rennen vorzubereiten.

Langstreckentermine 2018
24.03.2018: VLN 1
07.04.2018: VLN 2
14.–15.04.2018: ADAC 24h-Qualifikationsrennen
10.–13.05.2018: ADAC Zurich 24h-Rennen
23.06.2018: VLN 3
07.07.2018: VLN 4
18.08.2018: VLN 5 (6h-Rennen)
01.09.2018: VLN 6
22.09.2018: VLN 7
06.10.2018: VLN 8
20.10.2018: VLN 9

VLN: Schrey feiert Titelverteidigung

Das Saisonfinale der VLN war ein Rennen der Superlative: 20 Jahre nach Dirk Adorf (1996 und 1997) gab es mit Michael Schrey wieder einen Fahrer, der in der weltweit größten Breitensportserie der Welt seinen Titel verteidigen konnte. „Wahnsinn“, strahlte Schrey nach seinem siebten Klassensieg 2017. „Ich kann noch gar nicht fassen, dass es wieder geklappt hat. Es war in diesem Jahr unglaublich eng an der Spitze. Der Druck war enorm, viel größer als 2016. Das werden wir jetzt gebührend feiern.“ Der letzte Tagessieg ging an Manthey-Racing. Damit waren die Lokalmatadore rund um Olaf Manthey mit fünf Erfolgen nicht nur der erfolgreichste Rennstall 2017, sondern besiegelte mit dem 50. Sieg in der VLN-Team-Geschichte auch ein historisches Jubiläum.

Erfahrung ist in der VLN durch nichts zu ersetzen. Teamchef Michael Bonk ist ein alter Hase im Geschäft und tüftelte in der Nacht vor dem Finale eine brillante und gleichzeitig gewagte Strategie aus. Um ausreichend Punkte für den Titelgewinn einzufahren, hätte Schrey in seiner angestammten BMW-Cup-Klasse beim 42. DMV Münsterlandpokal Erster oder Zweiter werden müssen. Das ist eine große Herausforderung, die Schrey allerdings zuletzt sechsmal in Folge meisterte. Dennoch schätzte Bonk das Risiko höher ein, als in einer weniger stark besetzten Klasse einen Sieg zu erzielen. Kurzerhand entschied man sich dazu, Schrey in der TCR-Klasse ins Rennen zu schicken – im Volkswagen Golf TCR von Benjamin Leuchter und Andreas Gülden. „Wir haben heute Nacht die Köpfe zusammengesteckt und überlegt, wie wir das Risiko minimieren könnten – dabei kam uns dieser Einfall“, grinste der Teamchef, nicht ohne Stolz. Schrey holte als TCR-Klassensieger 9,17 Punkte und kürte sich mit 0,2 Punkten Vorsprung zum zweiten Mal in Folge zum VLN-Champion. Für sein Team Bonk-Motorsport ist es bereits der fünfte VLN-Meistertitel. Der Rennstall aus Münster stellt damit den bisherigen Rekord des Teams rund um Lokalmatador Johannes Scheid ein. Ein BMW-Team erringt zum 15. Mal die Meisterschaft.

Den Tagessieg holten sich Fred Makowiecki und Lars Kern im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing. Im Ziel betrug der Vorsprung auf die Zweitplatzierten, Hubert Haupt, Erik Johansson und Maro Engel im Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon, 51,622 Sekunden. Platz drei sicherten sich Frank Stippler, Christian Mamerow und Robin Frijns im Audi R8 LMS von Phoenix-Racing. Damit belegten drei Teams, die in Meuspath, nahe des Nürburgrings, beheimatet sind, die Podestplätze.

Für Lars Kern, im Hauptberuf Porsche-Test- und Entwicklungsfahrer, war es im ersten Rennen mit „Grello“, dem auffälligen Elfer in gelb-grün von Manthey-Racing, der erste VLN-Sieg. „Einfach mega – mit dem Fahrzeug sind normalerweise nur Werksfahrer unterwegs“, strahlte er nach der Siegerehrung. Die Ehre, das Fahrzeug pilotieren zu können, wurde ihm zuteil, nachdem er jüngst mit einem straßenzugelassenen Porsche 911 GT2 RS erfolgreich eine Rekordfahrt auf dem Nürburgring absolviert hatte. „Olaf Manthey und Nicki Raeder haben mir als Dankeschön diese Chance gegeben. Das war eine große Ehre für mich. Ich war zugegeben etwas nervös, wusste aber, dass ich mit Fred an meiner Seite den Vorsprung nur verwalten muss.“

Eine Woche nach dem DTM-Finale freute sich Mercedes-AMG-Werksfahrer Maro Engel über Platz zwei: „Hubert ist einen klasse ersten Stint gefahren, ich einen sauberen Mittelstint und Erik hat am Schluss einen fantastischen Job in seinem erst dritten GT3-Rennen gemacht“, so der Wahlmonegasse „Durch unseren frühen Stopp haben wir erst Zeit gutgemacht, weil wir freie Fahrt hatten. Aber wir haben auf eine Rennrunde weniger spekuliert.“

Hinter dem Spitzentrio fuhren Klaus Bachler und Romain Dumas im Falken-Porsche auf Platz vier, Connor De Phillippi und Christopher Mies belegten im Land-Audi am Ende Rang fünf. Norbert Siedler, Frank Stippler und Alexander Müller wurden im Frikadelli-Porsche Sechste. Der schnellste Pro-Am-Fahrzeug war der Ferrari 488 GT3 des Wochenspiegel Team Monschau mit Georg Weiss, Oliver Kainz und Jochen Krumbach. Den schnellsten BMW M6 GT3 pilotierten Jordan Tresson und Jonathan Hirschi für Walkenhorst Motorsport auf Position acht, gefolgt von den Teamgefährten Peter Posavac und Alex Lambertz im BMW Z4 GT3, die am Ende das bestplatzierte Gentlemen-Team waren.

In der Meisterschaft hatten sie am Ende nur knapp das Nachsehen, trotzdem endete die Saison 2017 für Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils vom Pixum Team Adrenalin Motorsport versöhnlich. Im Porsche Cayman feierten sie ihren achten Klassensieg und wurden als Wertungsgruppensieger bei den VLN-Produktionswagen auf dem Podium geehrt. Als verdienter Lohn steht zudem der Titel in der VLN Produktionswagen Trophäe zu Buche.

Dritter der Fahrerwertung ist Marcel Manheller, der mit seinem BMW 325i beim Saisonfinale ausschied. Vorjahreschampion Alexander Mies, 2016 zusammen mit Schrey erfolgreich, belegt nach dem sechsten Klassensieg im Porsche 911 GT3 des GIGASPEED Team GetSpeed Performance Platz vier. Sein Teamgefährte Tim Scheerbarth, Meister der Saison 2011, ist Sechster hinter dem Mühlner-Trio Moritz Kranz, Hamza Owega und Alex Schula.

VLN: Vanthoor und Winkelhock mit 1. VLN-Sieg

Der Weg auf das Siegerehrungspodest war für beide Piloten von Land-Motorsport beim achten VLN-Lauf Neuland. Dries Vanthoor feierte bei seinem ersten GT3-Rennen auf der Nürburgring Nordschleife an der Seite von Routinier Markus Winkelhock gleich seinen ersten Sieg. Damit ist der erst 19-jährige Belgier der jüngste VLN-Sieger aller Zeiten. Und auch wenn Winkelhock schon in der ganzen Welt erfolgreich gewesen ist, ein VLN-Sieg blieb selbst ihm bislang verwehrt. Das Duo setzte sich im Audi R8 LMS mit einem Vorsprung von 1:02,313 Minuten gegen Hubert Haupt, Abdulaziz Al Faisal und Yelmer Buurman im Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon durch. Über Platz drei freuten sich Georg Weiss, Oliver Kainz und Jochen Krumbach im Ferrari 488 GT3 des Wochenspiegel Team Monschau.

Neben dem Kampf um den Tagessieg, rückte beim vorletzten Saisonlauf auch die Meisterschaftsentscheidung in den Vordergrund. Michael Schrey konnte mit seinem sechsten Sieg in der BMW M235i Racing Cup Klasse in Folge die Rallye auf das Finale vertagen. Das Trio von Adrenalin Team Pixum Motorsport, Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils, hat mit dem Sieg in der Klasse V5 das Maximum herausgeholt. In der aktuellen Tabelle mit einem eingerechneten Streichergebnis liegen sie 0,11 Punkte vor Schrey. Die Situation vor dem Finale: Holt Schrey noch ein Top-Ergebnis, verteidigt er seinen Titel. Gelingt ihm das nicht, krönen Fischer / Konnerth / Zils ihre Saison.

Mit einer Rundenzeit von 8:00,903 Minuten sicherte sich das Wochenspiegel Team Monschau im Zeittraining die Pole-Position für das Rennen. In der Startphase hielt sich Krumbach aus allen Positionskämpfen heraus. „Wir sind einfach unser eigenes Rennen gefahren“, sagte er. Nach Runde eins kehrte Winkelhock mit einem Vorsprung von knapp vier Sekunden schon als Führender zurück. Dahinter entbrannte ein packendes Duell um die Plätze zwischen Manthey- und Phoenix-Racing. Rundenlang fuhren Frank Stippler im Audi R8 LMS und Kévin Estre im Porsche 911 GT3 R im Abstand von wenigen Zentimetern durch die „Grüne Hölle“. Nach dem Fahrerwechsel auf Matteo Cairoli endete das Rennen für den Manthey-Porsche in Runde acht nach einem Unfall beim Überrunden eines langsameren Fahrzeugs vorzeitig. Der Phoenix-Audi wurde auf Position fünf, hinter dem viertplatzierten BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport, abgewinkt.

„Ich hatte in der VLN bisher einfach viel Pech“, freute sich Winkelhock. „Deswegen ist es toll, auch hier endlich einen Haken drangemacht zu haben. Ich konnte den Grundstein zum Erfolg legen, als ich mich in den ersten Runden leicht absetzen konnte. Dries hatte danach deutlich mehr Action.“ Die schwierige Aufgabe des Siegerduos oblag beim 49. ADAC Barbarossapreis Debütant Vanthoor. Der 19-Jährige war im Fahrzeug, als Regen einsetzte und den Schwierigkeitsgrad deutlich steigerte. „Mit dem GT3 auf der Nordschleife im Regen, das war kein einfaches Renen für mich“, sagte er. „Umso schöner ist es, dass ich ganz oben auf dem Podest stehen kann.“

Das am Ende zweitplatzierte Black-Falcon-Trio büßte von Position zehn aus gestartet in der Anfangsphase Zeit im Verkehr ein. Haupt startete dann eine fulminante Aufholjagd. „Ich konnte peu à peu Boden gutmachen“, sagte er. „Ich war beim Wetterumschwung im Fahrzeug und habe dann einen Doppelstint absolviert, weil ich mit den Bedingungen auf der Strecke schon vertraut war. Gerade in meinem zweiten Turn konnte ich viel aufholen. Platz zwei ist ein Top-Resultat.“

Zufrieden waren auch die WTM-Piloten. „Toll, dass wir einen Podestplatz errungen haben“, sagte Weiss. „Die Bedingungen waren für uns heute nicht einfach, weil wir bei den niedrigen Temperaturen Probleme hatten, unsere Vorderreifen auf Temperatur zu bekommen. Vom Ergebnis her wäre vielleicht mehr drin gewesen, denn Oliver hat in seinem Stint durch eine Berührung mit einem Konkurrenzen viel Zeit verloren, bis er seine Fahrt fortsetzen konnte. Das hat uns bestimmt zwei Minuten gekostet.“

Premiere: Erster Wertungsgruppensieg für Stuck-Brüder im X-Bow
Ferdinand und Johannes Stuck sind beim achten VLN-Lauf über sich hinausgewachsen. Im KTM X-Bow GT4 fuhren sie zum ersten Wertungsgruppensieg für den spektakulären Kleinseriensportwagen aus Österreich. Im Gesamtergebnis fuhr das Duo bis auf Platz sieben nach vorne. „Das ist einfach unglaublich“, sagte Johannes Stuck. „Das Ergebnis ist die Belohnung für die harte Arbeit von Isert Motorsport.“

Extrem eng ging es im Ziel in der Klasse Cup 3 zu. Hamza Owega, Alex Schula und Moritz Kranz überquerten im Mühlner-Porsche die Ziellinie nur 0,232 Sekunden vor Gabriele Piana im Schwesterfahrzeug. Der Sieg im TMG GT86 Cup ging an Dale Lomas, Lucian Gavris und Werner Gusenbauer unter der Bewerbung des MSC-Adenau. Den Sieg in der Porsche-Carrera-Cup-Klasse holten Alexander Mies und Tim Scheerbarth für das Gigaspeed Team GetSpeed Performance.

Das Saisonfinale der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet in zwei Wochen, am 21. Oktober statt. Beim 42. DMV Münsterlandpokal entscheidet sich dann im Rennen über vier Stunden die Fahrerwertung der weltweit größten Breitensportserie.

VLN: Manthey-Sieg Nummer vier

Manthey-Racing feierte beim 57. ADAC Reinoldus Langstreckenrennen den vierten Sieg in der laufenden Saison. Michael Christensen und Kévin Estre wurden im Porsche 911 GT3 R nach 21 Runden als Sieger gewertet. Das siebte Saisonrennen in der VLN wurde vor Ablauf der eigentlichen Renndistanz von vier Stunden aus Sicherheitsgründen vorzeitig abgebrochen. Platz zwei ging an Lance David Arnold, Mario Farnbacher und Daniel Juncadella im Mercedes-AMG GT3 des Haribo Racing Teams. Dritte wurden Christian Krognes, Michele Di Martino und Matias Henkola im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport.

Der siebte Lauf der VLN endete vorzeitig. Um 15:33 Uhr – 27 Minuten vor Ende der 4-Stunden-Distanz – entschied sich die Rennleitung, das Rennen aus Sicherheitsgründen zu beenden. Zwischen den Streckenabschnitten Fuchsröhre und Adenauer Forst hatte sich ein Unfall mit vier Fahrzeugen ereignet. Die beteiligten Fahrer blieben unverletzt, jedoch befanden sich Schmutz und Fahrzeugteile auf der Strecke. Die Wertung erfolgte nach 21 Runden.

Der siebte VLN-Lauf war hart umkämpft. Das Manthey-Team absolvierte zwei verkürzte Stints, einen davon unfreiwillig aufgrund eines sich ankündigenden Reifenschadens. So kamen geringere Mindeststandzeiten bei den Stopps zur Anwendung, die, gepaart mit der starken Performance von Christensen und Estre, am Ende den Ausschlag gaben. „Wir hatten zum Zeitpunkt des Abbruchs einen komfortablen Vorsprung, so dass wir verdient gewonnen haben. Das ist super!“, freute sich Christensen.

Das Haribo-Trio profitierte vor dem Rennabbruch, denn Krognes verkürzte im Walkenhorst BMW Runde für Runde den Rückstand auf den vor ihm liegenden Mercedes AMG GT3. „Ich habe gesehen, wie der Abstand immer geringer wurde“, so der Norweger. „Es ist schwer zu sagen, ob wir den Mercedes noch hätten einholen können, aber wir hatten auf jeden Fall das Momentum auf unserer Seite.“

Auch wenn ihnen am Ende nicht der erste Mercedes-Sieg in der aktuellen Saison gelang, waren die Haribo-Fahrer mit dem Rennausgang zufrieden. „Es war toll, endlich wieder auf der Nordschleife zu fahren“, sagte Farnbacher, der sein erstes Rennen im Mercedes-AMG in der VLN fuhr. „Der Wagen fühlt sich auf diesem anspruchsvollen Kurs mega gut an.“ Der spanische Ex-DTM-Fahrer Juncadella feierte seinen ersten GT3-Podesterfolg überhaupt. „Das mir das auf der Nordschleife gelingt, damit habe ich nicht gerechnet“, strahlte er. „Das war ein tolles Rennen auf einer fantastischen Rennstrecke.“

Hinter dem Spitzentrio verpasste der Renault R.S.01 von „Dieter Schmidtmann“, Heiko Hammel und Felipe Fernandez Laser zum zweiten Mal nur knapp einen Podestrang. Im Zeittraining hatte das Trio mit der zweitschnellsten Zeit (7:58,833 Minuten) auf sich aufmerksam gemacht. Im Rennen sorgte ein Reifenschaden für Zeitverlust. Am Ende fehlte der Renault-Mannschaft 1:23,960 Minuten auf Platz drei.

Rang fünf belegte der Falken-Porsche. Dahinter waren Jordan Tresson und Henry Walkenhorst auf dem sechsten Gesamtrang die besten Pro-Am-Piloten in der GT3-Klasse. Das Walkenhorst-Duo setzte sich in dieser Wertung gegen den Landgraf-Mercedes und den Schubert-BMW durch, die im Gesamtklassement die Plätze sieben und acht belegten. Den schnellsten SP7-Porsche brachten Frank Kräling, Marc Gindorf und Christopher Brück auf Rang neun ins Ziel. Ihre Teamgefährten im Gigaspeed Team GetSpeed Performance, Alexander Mies, Tim Scheerbarth und Steve Jans, wurden im Porsche 911 GT3 als schnellstes Cup-Fahrzeug gewertet.

Wechsel an der Tabellenspitze nach Lauf sieben
Knapp war der Zieleinlauf bei den VLN-Produktionswagen. Marcel Manheller und Carsten Knechtges wurden im BMW 325 des MSC Adenau 1,737 Sekunden vor dem zweitplatzierten BMW von Hoforracing gewertet. Bei 17 Teilnehmern in der Klasse V4 ergatterte Manheller mit dem dritten Klassensieg der Saison 9,71 Punkte für den Sieg und setzte sich damit in der Meisterschaftswertung an die Spitze. Der Vorsprung auf Platz zwei beträgt vor den letzten beiden Rennen allerdings nur hauchdünne 0,04 Punkte.

Auch die bis dato Tabellenführer – Moritz Kranz, Hamza Owega und Alex Schula – gewannen ihre Klasse mit einem knappen Vorsprung von nur 0,393 Sekunden, wurden für den Sieg in der Cayman GT4 Trophy by Manthey Racing allerdings nur mit 9,5 Punkten belohnt. Sie ließen im Gegensatz zu Manheller / Knechtges nur neun Gegner hinter sich. Trotzdem war die Freude bei dem Mühlner-Trio groß, denn nach sieben Rennen stehen sie bereits vorzeitig als Sieger in der Trophywertung fest.

Die ersten VLN-Sieger 2017 stehen fest
Mit dem vierten Saisonerfolg steht auch der erste Gewinner einer VLN-Wertung fest. Die Startnummer 911 von Manthey-Racing liegt in der VLN-Speed-Trophäe nach sieben Rennen uneinholbar in Führung. Bei noch 50 zu vergebenden Punkten in den verbleibenden zwei Läufen – in der Wertung werden nach FIA-Punkteschema die zehn bestplatzierten Fahrzeuge im Gesamtergebnis belohnt – beträgt der Vorsprung auf die Startnummer 28 von Montaplast by Land-Motorsport 65 Zähler.

Der vorletzte Lauf der VLN
findet bereits in zwei Wochen statt. Der 49. ADAC Barbarossapreis des MSC Sinzig führt am 7. Oktober 2017 über die gewohnte VLN-Distanz von vier Stunden.

24h-Termine: Sechs-Jahres-Plan veröffentlicht

Die Veranstalter des ADAC Zurich 24h-Rennens haben mit einer Vorabvereinbarung zu den Terminen der kommenden Jahre wichtige Weichen für die Zukunft des größten Rundstreckenrennens der Welt stellen können. Bis 2023 sind die 24h-Termine im Kalender der Eifelstrecke nun reserviert. Ein wichtiger Eckpunkt war dabei die Abstimmung mit den Organisatoren von „Rock am Ring“. Das Mammutkonzert hat – ebenso wie das ADAC Zurich 24h-Rennen – einen erheblichen Vorlauf für Aufbau und Logistik. Schon jetzt steht damit fest: Nach dem frühen Termin im kommenden Jahr (10. – 13. Mai) wird das Rennen fünf Mal in Folge später stattfinden. 2019 in der dritten Juni-Woche, 2020 am letzten Mai-Wochenende und ab 2021 dann jeweils zwischen Anfang und Mitte Juni.

Mit der Terminierung konnten die Veranstalter zweier wichtiger Events am Nürburgring nun frühzeitig etwaige Terminkollisionen minimieren. Insbesondere Aufbauüberschneidungen führten in der Vergangenheit immer wieder zu einem erhöhten Organisationsaufwand. „In diesem Jahr konnten wir zum Beispiel beim 24h-Rennen einige wichtige Parkflächen nicht nutzen“, beschreibt Rennleiter Walter Hornung, „und in den Vorjahren wurde es immer wieder bei der Nutzung von Fahrerlager und Nordschleife terminlich eng. Ich bin froh, dass wir dies mit unseren Partnern am Nürburgring und den Veranstaltern von Rock am Ring jetzt auf lange Sicht planen und weitgehend vermeiden konnten“. Die Terminvereinbarung hat dabei einen optionalen Charakter und wurde als Reservierung unabhängig von der Unterzeichnung weiterer Veranstaltungsverträge vereinbart. „Mit dieser Vereinbarung bringen aber natürlich alle Beteiligten den Willen zum Ausdruck, das ADAC Zurich 24h-Rennen als größtes Rundstreckenrennen der Welt auch in den kommenden Jahren mit unveränderten Rahmenbedingungen durchzuführen“, versichert Walter Hornung. „Teams, Organisatoren und Fans haben damit ein so großes Maß an Planungssicherheit wie nie zuvor.“

Auch auf Seiten der Rennstreckenbetreiber wird die Vereinbarung begrüßt. „Wir freuen uns sehr über die gemeinschaftliche Absprache mit zwei der wichtigsten Events in unserem Veranstaltungskalender“, sagt Mirco Markfort, der Geschäftsführer der capricorn Nürburgring GmbH. „Auch für uns als Streckenbetreiber bedeutete die große zeitliche Nähe von ADAC Zurich 24h-Rennen und Rock am Ring in den vergangenen Jahren immer wieder eine Belastungsprobe, die wir nun weitgehend vermeiden können. Wir bieten somit den Veranstaltern, aber auch den Besuchern, Rennteams und allen weiteren Beteiligten in den kommenden Jahren ein noch höheres Servicelevel an.“

Termine ADAC Zurich 24h-Rennen 2018 – 2023 *
10. – 13. Mai 2018    (Christi Himmelfahrt)
20. – 23. Juni 2019    (Fronleichnam)
21. – 24. Mai 2020    (Christi Himmelfahrt)
03. – 06. Juni 2021    (Fronleichnam)
16. – 19. Juni 2022    (Fronleichnam)
08. – 11. Juni 2023    (Fronleichnam)
*): Vorbehaltlich Vertragsabschluss

VLN: Sommerpause beendet

Die Sommerpause der VLN ist vorbei – endlich geht es wieder rund in der „Grünen Hölle“. Mit dem ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen startet die weltweit größte Breitensportserie am 19. August 2017 fulminant in die zweite Saisonhälfte. 172 Fahrzeuge haben für den fünften Lauf in der Saison 2017 genannt und werden den Fans rund um die legendäre Nordschleife bei 50 Prozent mehr Renndistanz als gewohnt mächtig einheizen.

VLN-Premiere feiert der neue Mercedes-AMG GT4, der zum Ende des Jahres für den Kundeneinsatz ausgeliefert wird. Um unter Rennbedingungen die letzten Feinheiten zu finalisieren, starten gleich zwei Mercedes-AMG Testteams beim 6h-Rennen: Black Falcon und Uwe Alzen Automotive. Für die VLN-Meistermacher aus Meuspath gehen Stefan Karg, Fidel Leib, Alexander Toril Boquoi und Jan Seyffarth ins Rennen. Den Einsatz von Fabian Hamprecht, Mike Stursberg und Thomas Jäger im Schwesterfahrzeug überwacht Teameigner Uwe Alzen von der Boxenmauer aus. Der Nordschleifenspezialist, der 13 Siege in der VLN einfuhr, wird im Verlauf der Saison bei drei weiteren Einsätzen dann wieder selber im Cockpit Platz nehmen. Da es sich bei beiden Fahrzeugen um Entwicklungsträger handelt, die noch keine GT4-Zulassung haben, gehen sie in der Klasse SPX an den Start.
Ähnliches gilt für den neuen BMW M4 GT4, der seinen zweiten Einsatz in der Klasse SP8T bestreitet. Von Rowe Racing eingesetzt, wechseln sich hier ‚Iain Wright’, Thorsten Drewes, Dirk Adorf und BMW Motorsport Junior Ricky Collard am Steuer ab. Letzterer ist dabei das Vorbild für drei weitere Junioren des Münchner Automobilherstellers. Mikkel Jensen, Dennis Marschall und Beitske Visser feiern ihre Nordschleifen-Premiere im BMW M235i Racing Cup, der vom Team Securtal Sorg Rennsport ins Rennen geschickt wird. Ziel des Nachwuchstrios ist, die erforderlichen Pflichtrunden im „Kleinwagen“ für die Erlangung der großen DMSB Permit Nordschleife abzuspulen.

Viele Sieganwärter, aber nur einer kann gewinnen
Die Langstreckenrennen in der VLN sind schon lange keine reinen Taktikspielchen mehr. Wie bei einem Sprintrennen gibt es Vollgasaction par excellence – nur eben ein Vielfaches davon. Die vorläufige Teilnehmerliste für das 6h-Rennen umfasst 16 GT3-Fahrzeuge, die in jedem Fall zu den heißen Sieganwärtern zählen. Die 2017 bereits siegreichen Teams Manthey-Racing (Porsche 911 GT3 R) und Falken Motorsports (BMW M6 GT3) wollen an die bisherigen Erfolge anknüpfen. Auf der anderen Seite schicken sich eine Reihe namhafter Rennställe an, endlich den ersten Saisonerfolg zu erzielen: Rowe Racing (BMW), die Audi-Teams Montaplast by Land-Motorsport und Phoenix-Racing sowie die Mercedes-AMG-Teams Black Falcon und Haribo-Racing. Eine Top-Platzierung würde auch Frikadelli-Racing (Porsche) und Walkenhorst Motorsport (BMW) gut zu Gesicht stehen.

Die nächste Generation rückt nach
Die Söhne zwei langjähriger VLN-Teilnehmer feiern beim ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen ihre Premiere in der Langstreckenmeisterschaft. Hendrik von Danwitz bestreitet an der Seite seines Vaters Herbert und Thomas Leyherr sein erstes VLN-Rennen im BMW M235i Racing Cup von Lifecarracing. Der Späteinsteiger – bis zum Alter von 14 Jahren stand noch Fußball in der Gunst des heute 18-Jährigen ganz oben – hat nach Erfolgen im Kart in dieser Saison seine ersten Tourenwageneinsätze bestritten.
Im Porsche Cayman des Wochenspiegel Team Monschau fährt Leonard Weiss – der Sohn von Georg Weiss – zusammen mit den beiden Routiniers Jochen Krumbach und Uwe Legermann in der Klasse V5 (VLN Produktionswagen bis 3.000 ccm Hubraum). Nachdem er seinen Permit-Lehrgang absolviert hatte, standen für Weiss jr. zunächst einmal Starts in der Rundstrecken-Challenge Nürburgring an. Dreimal fuhr er bei der RCN mit dem WTM-Cayman und holte dreimal Rang fünf in der Klasse RS7.

Neue Fahrzeuge in den TCR- und KTM-Klassen
Zuwachs gibt es in zwei weiteren aufstrebenden VLN-Klassen: TCR und Cup X. In der in diesem Jahr debütierten Tourenwagenklasse sind Raphael Hundeborn, Marc Legel, Roman Löhnert und Stephan Kuhs das erste Kundenteam, das auf den Opel Astra TCR setzt. Daneben gehen Fahrzeuge von Audi, Honda, Peugeot, Seat und Volkswagen an den Start. Ihren ersten Einsatz im KTM X-BOW Cup powered by Michelin bestreiten Axel und Max Friedhoff.

Breitensport: Starke Zahlen beim Saisonhighlight
Die Zahlen für den fünften Lauf wissen zu begeistern: 172 Fahrzeuge von 20 unterschiedlichen Herstellern in der vorläufigen Teilnehmerliste werden von nicht weniger als 467 Fahrern aus 29 Nationen pilotiert – darunter acht Fahrerinnen. Die Fahrzeuge teilen sich dabei in vier Wertungsgruppen auf: 56 VLN-Specials, 43 seriennahe VLN-Produktionswagen, 60 Cup-Fahrzeuge und 13 Rennfahrzeuge nach Gruppe-H-Reglement.

„High Noon“ in der Eifel: Das Rennspektakel beginnt um 12 Uhr
Die Startampel für das ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen schaltet pünktlich um 12 Uhr auf grün. Zuvor werden im Zeittraining von 8:30 bis 10 Uhr die Startplätze ausgefahren. Solange die Motoren ruhen, haben die Fans am Nürburgring die Möglichkeit, beim Pitwalk und der anschließenden Startaufstellung die Rennboliden genau unter die Lupe zu nehmen und die Topstars der Langstreckenszene zu treffen. Tickets für den Eintritt ins Fahrerlager und die geöffneten Tribünen am Grand-Prix-Kurs sind für 15 Euro vor Ort erhältlich. Jugendliche bis 14 Jahren haben freien Eintritt.

Termin für ADAC Zurich 24h-Rennen 2018 steht fest

Das ADAC Zurich 24h-Rennen findet 2018 vom 10. bis 13. Mai statt. Der ADAC Nordrhein als Ausrichter des Langstreckenklassikers konnte am Nürburgring das lange Himmelfahrtswochenende für die 46. Auflage des Jahreshöhepunktes auf der Nordschleife fixieren. Der Termin liegt damit etwas früher als in diesem Jahr, als die 24h Ende Mai ausgetragen wurden. Abgesehen davon ändert sich am bewährten Paket nichts. Auch 2018 wird es in der Vorbereitungsphase das Qualifikationsrennen geben. Am 14. und 15. April können sich Aktive und Fans ausgiebig auf das Highlight-Rennen auf der 25,378 km langen Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings vorbereiten.

„Wir freuen uns, dass wir den Termin für das 24h-Rennen frühzeitig fixieren konnten“, sagt Rennleiter Walter Hornung nach dem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen. „Wir geben Teams und Fans so die Möglichkeit, schon jetzt mit den Saisonplanungen für 2018 zu beginnen.“ Mit der Festlegung des Termins können nun auch alle weiteren Detailplanungen bei den Beteiligten starten. So stehen bereits erste Details für das Rahmenprogramm fest, in dem das Young- und Oldtimerrennen der ADAC 24h-Classic sowie die Leistungsprüfung der RCN feste Größen bilden. „Die Kooperation mit weiteren Rennserien und die Detailplanung der Zusammenarbeit mit TV-Partner RTL und anderen Partnern können wir nun angehen. Dabei sind wir sehr optimistisch, dass wir wieder ein so attraktives Paket schnüren können wie 2017“, erklärt der Rennleiter. Details dazu wird es in den kommenden Monaten geben. Informationen sind dann jeweils hier auf der offiziellen Homepage zu finden.

WTCC: Zwei unverhoffte Sieger in Argentinien

Mit ihrem sechsten Saisonlauf hat die FIA Tourenwagen-Weltmeisterschaft WTCC die Reihe der diesjährigen Überseerennen begonnen. In Argentinien waren die Kräfteverhältnisse einmal mehr extrem ausgeglichen, und kein Pilot konnte sich entscheidend in Szene setzen. Im Eröffnungsrennen holte der Franzose Yann Ehrlacher (Lada Vesta) seinen ersten WTCC-Sieg, nachdem der als Führender abgewinkte Tom Chilton (Citroën) eine Zeitstrafe erhielt. Das anschließende Hauptrennen war fest in der Hand von Pole-Sitter Nicky Catsburg (Volvo) – bis der Niederländer mit einem Reifenschaden ausfiel. Norbert Michelisz und sein Honda-Teamkollege Tiago Monteiro konnten davon profitieren und einen Doppelsieg herausfahren. Die WM legt vor der dem Saisonendspurt eine längere Pause ein. Erst Mitte Oktober steht der nächste Lauf im chinesischen Ningbo International Speedpark auf dem Programm.

Yann Ehrlacher war der Held des Eröffnungsrennens in Argentinien. Der französische Trophy-Pilot holte seinen ersten WTCC-Sieg, nachdem Rennsieger Tom Chilton für das Überholmanöver bestraft wurde, mit dem er in Führung gegangen war. Da der erste Lauf des WTCC-Wochenendes traditionell auf den Top-10-Positionen in umgekehrter Reihenfolge des Qualifying-Ergebnisses gestartet wird, konnte der Franzose sich zuvor auch über seine erste Pole-Position freuen. Auf dem 4,8 km langen Circuito Termas de Rio Hondo verlor er zunächst das Startduell gegen Tom Chilton, der aber später eine Fünf-Sekunden-Strafe für seine rüde Fahrweise erhielt. „Unglaublich“, freute sich der 21-jährige Ehrlacher anschließend. „Ich kann es kaum glauben. Beim Start hat mich Tom ein wenig geschubst, danach war es ein hartes Rennen. Ich musste ich eine Menge Gas geben, um den Rest des Feldes hinter mir zu halten. Ein Sieg auf diese Weise geschenkt zu bekommen ist natürlich kein fairer Rennsport – aber es ist ein Sieg, ich nehme ihn!“

Zwei Ausfälle bei Polestar Cyan Racing und Thed Björk als Gesamt-Sechster und bestplatzierter Volvo-Pilot ließ die Bilanz der schwedischen WM-Favoriten im Eröffnungsrennen mager ausfallen. Auch WM-Führer Norbert Michelisz (Honda) berührte in der ersten Runde seinen Teamkollegen Monteiro, bei dem er sich einen Plattfuß einhandelte. Er wurde schließlich als 14. und letzter im Ziel gewertet. Um so besser fiel die Bilanz für Honda dann aber im Hauptrennen aus.

Nicky Catsburg (Volvo) hatte im Qualifying die Pole Position geholt und setzte sie in eine Rennführung um. Er sah wie der sichere Sieger aus, bis er in Runde sieben von einem Reifenschaden gestoppt wurde – nach seinem Ausscheiden im Eröffnungsrennen die zweite Reifenpanne in Folge. Die Führung erbte so das Honda-Duo aus Michelisz und Monteiro, die ihre Positionen kontrolliert bis ins Ziel brachten. Als Drittplatzierter sorgte Thed Björk erneut für das beste Volvo-Ergebnis. Sieger Michelisz fasst nach dem Hauptrennen zusammen: „Ich hatte mir vorgenommen, den Start gegen Nicky zu gewinnen – aber er hat es perfekt gemacht und genau die richtige Linie gewählt, ich hatte keine Chance. Danach versuchte ich ihn unter Druck zu setzen, aber bis zu seinem Ausfall hatte ich keine Gelegenheit, vorbeizugehen. Schade für Nicky, gut für uns. Mein zweiter Sieg im Hauptrennen, der gute Punkte in der Meisterschaft bedeutet.“

VLN: Falken holt ersten Nordschleifen-Sieg

Das Team Falken Motorsports strahlte mit dem Sonnenschein in der Eifel um die Wette: Stef Dusseldorp und Jörg Müller holten beim vierten Lauf der VLN 2017 den ersten Sieg für den japanischen Reifenhersteller in der „Grünen Hölle“. Vor 6.610 Tagen oder umgerechnet 18 Jahren tauchte zum ersten Mal ein Rennfahrzeug – damals ein Nissan Skyline – in den Farben von Falken am Nürburgring auf. Bei der 48. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy war der BMW M6 GT3 des Teams erfolgreich, der seit Saisonbeginn neben dem langjährig bekannten Porsche 911 GT3 R eingesetzt wird. Im Ziel betrug der Vorsprung 34,519 Sekunden. Spannend ereignete sich der Kampf um Platz zwei: Richard Lietz und Romain Dumas setzten sich im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,286 Sekunden vor Christian Krognes, Michele Di Martino und Matias Henkola im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport durch.

„Dieser Sieg ist etwas ganz Besonderes“, freute sich Jörg Müller. „Ich kenne das Falken-Team schon eine gefühlte Ewigkeit – die haben den Sieg wirklich verdient.“ Im Qualifying hatte das Falken-Duo mit Platz zwei den Grundstein für den Erfolg gelegt. Startfahrer Müller übernahm in Runde zwei die Führung. „Ich hatte danach in meinem ersten Stint Glück beim Überrunden, so dass ich mich an der Spitze absetzen konnte. Danach funktionierte der M6 wie ein Uhrwerk und unsere Strategie ging auf.“ Nicht zum ersten Mal hatte Falken Motorsport einen Sieg vor Augen, zuletzt beim VLN-Saisonauftakt. „Wir waren damals so nah dran“, sagte der Niederländer Dusseldorp, der in seinem fünften GT3-Rennen auf der Nordschleife den ersten Sieg feierte. „Umso schöner, dass es nun geklappt hat.“

Vor allem der Kampf um Platz zwei sorgte in der Schlussphase für spektakuläre Bilder aus der „Grünen Hölle“. Krognes im Walkenhorst-BMW jagte im Abstand von nur wenigen Zentimetern hinter Dumas im Manthey-Porsche über die Nordschleife. Dabei kam es auch zu kleineren Berührungen. „Das war aber vollkommen okay“, sagte Dumas. „Es war sehr eng, immer fair und ich hatte einem Menge Spaß. Platz zwei – mehr konnten wir heute nicht erwarten. Beim nächsten Mal machen wir es wieder besser.“ Auch Krognes konnte nach dem Rennen ein deutliches Grinsen nicht verbergen. „Ich habe versucht, mich in Position zu bringen, doch Romain ist immer auf seiner Linie geblieben“, so der Norweger, der in der ersten Rennstunde eine Schrecksekunde erlebte, als er beim Bremsvorgang vor einer Unfallstelle eingangs der Nordschleife am Heck getroffen wurde. „Ich glaube, mein Verfolger hat einfach zu spät gesehen, dass ich verzögert habe“, sagte er. „Zunächst dachte ich, es sei mehr kaputtgegangen, am Ende war es jedoch keine Beeinträchtigung.“

Hinter dem Spitzentrio fuhren Norbert Siedler und Frank Stippler im schnellsten Frikadelli-Porsche auf Platz vier. Den schnellsten Mercedes-AMG GT3 pilotierten Stefan Schmickler und Kai Riemer für Landgraf Motorsport auf Rang fünf und waren damit schnellstes Pro/Am-Fahrzeug in der GT3-Klasse.

Spannende Entscheidung in der Porsche Carrera Cup-Klasse
Bis zur letzten Runde mussten die Sieger der Porsche Carrera Cup-Klasse kämpfen. Alexander Mies, Tim Scheerbarth und Steve Jans fuhren nach vier Stunden im Neunelfer des GIGASPEED Team GetSpeed Performance zum dritten Mal in Folge als Sieger ins Ziel. Zu Beginn des letzten Umlaufs hatte das Trio noch das Nachsehen hinter David Jahn und Marek Böckmann vom Team 75 Motorsport rund um Le-Mans-Sieger Timo Bernhard. Der Porsche mit der Startnummer 117 rollte jedoch aus und kam nicht ins Ziel. „Das war unglaublich eng heute“, gab Scheerbarth im Ziel zu.

Erste KTM-Klassensieger: Ferdinand und Johannes Stuck
Die ersten Sieger des beim vierten Lauf erstmals ausgeschriebenen KTM X-BOW Cup powered by Michelin heißen Ferdinand und Johannes Stuck. Die beiden Söhne von Rennlegende und DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck wurden mit einem Vorsprung von 4:26,812 Minuten vor den zweitplatzierten Nils Jung und Florian Wolf abgewunken. „Ein geiles Rennen mit einem geilen Auto, super Wetter und vielen Fans – was will man mehr“, so Johannes Stuck. Und auch Ferdinand Stuck zeigte sich begeistert: „Es hat irre Spaß gemacht, und man muss KTM zur Idee mit dem Cup einfach gratulieren: Mehr Leistung und Spaß bekommst du für das Geld sonst nirgendwo. Und dabei bin ich mir sicher, dass uns in diesem Jahr auch noch der Sprung unter die 20 schnellsten Teams gelingen wird.

Fischer / Konnerth / Zils verteidigen die Tabellenführung
Mit ihrem vierten Sieg im vierten Rennen haben Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils vom Pixum Team Adrenalin Motorsport ihre Tabellenführung verteidigt. Ihr Porsche Cayman war bei den VLN-Produktionswagen bis 3.000 ccm Hubraum erneut das Maß der Dinge.

Die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring verabschiedet sich nach Lauf vier in die Sommerpause. Mit dem ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen steht am 19. August der Saisonhöhepunkte der weltweit größten Breitensportserie an.