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ETCC: Viel Action in Ungarn

Mit zwei actionreichen Läufen auf dem Hungaroring machten die Piloten des FIA Tourenwagen-Europacups (ETCC) Lust auf die nächste Runde beim ADAC Zurich 24h-Rennen. Dort werden die ETCC-Starter jeweils als separate zweite Startgruppe in den beiden Läufen der WTCC antreten. Der Mann, den es dann zu schlagen gilt, ist der Schweizer Christjohannes Schreiber. Der Rikli-Pilot konnte in seinem Honda Civic in den beiden Läufen in Ungarn gewinnen und liegt nun knapp vor den schärfsten Verfolgern: Petr Fulin (Seat) und Teamkollege Peter Rikli (Honda). Schreibers holte den Doppelsieg, nachdem er im ersten Rennen Lokalmatador Zsolt Dávid Szabó hinter sich lassen konnte. Im zweiten Lauf war der Weg zum Sieg frei, nachdem der Honda seines schweizerischen Landsmannes und Teamkameraden Peter Rikli in der letzten Rennrunde mit einem Antriebswellenschaden ausrollte.

Den ersten Schritt zum perfekten Wochenendergebnis machte Christjohannes Schreiber, als er im ersten Lauf Lokalmatador Zsolt Dávid Szabó schlagen konnte. Der Ungar war von der Pole gestartet, kam aber schlecht weg und fand sich auf der sechsten Position wieder. Der von Position drei aus gestartete Schreiber hingegen übernahm von der dritten Startposition aus die Führung. Szabó konnte sich aber zurückkämpfen und hatte es in der siebten Runde bis auf die zweite Position geschafft. Von dort setzte er Schreiber unter Druck und ging in der vorletzten Kurve der zehnten Runde sogar vorbei. Da er den Konkurrenten dabei aber berührte, ließ Szabó den Schweizer wieder passieren, blieb aber in Tuchfühlung. Doch bis ins Ziel fand er keinen Weg mehr vorbei, sodass Schreiber das aufregende Finish für sich entschied und vor Szabó und Nagy abgewinkt wurde.

Die ETCC-Meisterschaftsführung baute Schreiber auch im zweiten Lauf aus. In dem in umgekehrter Reihenfolge gestarteten Rennen startete er von Platz acht und fuhr bis auf Position eins nach vorne. Es hätte ein Doppelsieg für das Team werden können, wäre Peter Rikkli nicht mit einer defekten Antriebswelle kurz vor dem Zieleinlauf ausgerollt. So ging Platz zwei an den Kasachen Alexandr Artemyev. Der Ungar Norbert Nagy schaffte es zur Freude der ungarischen Fans als Drittplatzierter auf das Podium. Das entschädigte die einheimischen Zuschauer, nachdem zuvor Zsolt Dávid Szabó nach einem Unfall mit Petr Fulín ausgeschieden war.

„Ehrlich: Das erste Rennen war das härteste meiner ganzen Karriere“, atmete Christjohannes Schreiber nach Fallen der Zielflagge auf. „Szabós grünes Auto wurde im Rückspiegel immer größer. Ich musste versuchen, ihn hinter mir zu halten und mein Auto nicht zu überfahren. Ich bin glücklich, dass ich es geschafft habe, ihn zu schlagen – er ist wirklich ein höllisch schneller Fahrer. In Lauf zwei habe ich vor allem darauf geachtet, mir Reifen und Bremsen einzuteilen, um am Ende Peter Rikli noch angreifen zu können. Heute war es dann nicht möglich.“

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