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Frikadelli mit starker Aufholjagd

[Teaminfo] Das Kultteam aus der Eifel lieferte im Rahmen des ADAC 24h-Qualifikationsrennens auf der Nordschleife eine eindrucksvolle Vorstellung ab. Nach zwischenzeitlichen technischen Problemen kämpften sich Patrick Huisman, Klaus Abbelen, Sabine Schmitz und Frank Stippler vom Ende des Feldes bis auf den 18. Gesamtplatz nach vorne.

Die Mannschaft um Teamchef Klaus Abbelen nutzte den sechsstündigen Härtetest auf der Nordschleife und dem Grand Prix-Kurs des Nürburgrings zur Abstimmungsarbeit mit dem neuen Porsche 911 GT3 R. Der Frikadelli-Porsche mit der Startnummer drei ging von Position 16 aus ins Rennen. Im Qualifying war Patrick Huisman mit 8.29,114 Minuten die beste Rundenzeit gefahren. Dabei kämpfte er auf seiner heißen Runde mit einem havarierten Fahrzeug, nachdem er bereits in der ersten Kurve unverschuldet in eine Kollision verwickelt worden war. „Patrick hat mit dem beschädigten Auto eine tolle Zeit in den Asphalt gebrannt“, lobte Teamchef Abbelen nach dem Zeittraining.

Pünktlich zum Rennstart öffnete der Himmel über der „Grünen Hölle“ seine Schleusen. Patrick Huisman fuhr den Start-Turn. Als vor ihm zwei Konkurrenten kollidierten, reagierte der routinierte Niederländer mit Bravour und zwang den Frikadelli-Porsche in einen Dreher, um eine Kollision zu vermeiden. „Leider musste ich anschließend das komplette Feld an mir vorbeiziehen lassen, bevor ich die Fahrt fortsetzen konnte“, erklärte der 49-Jährige.

Wenig später steuerte Huisman aufgrund von Bremsproblemen die Box an. In Folge einer falschen Reifenwahl musste der Niederländer kurz darauf einen weiteren Stopp einlegen. Danach übernahm Klaus Abbelen das Steuer, spulte einen problemlosen Acht-Runden-Stint ab und übergab anschließend an Sabine Schmitz. Die beeindruckte mit einer bravourösen Aufholjagd und kämpfte sich bis auf die 25. Position nach vorne.

Nach drei Stunden kletterte Frank Stippler ins Cockpit des Porsche 911 GT3 R. Der Kölner setzte die tolle Aufholjagd fort. Rund 90 Minuten vor Rennende übergab er den Frikadelli-Porsche auf Gesamtplatz 18 an Patrick Huisman. Danach war erneut Sabine Schmitz an der Reihe. Den letzten Stint fuhr Klaus Abbelen, der die „schnellste Frikadelle der Welt“ auf Rang 18 ins Ziel brachte.

„Wir waren vorwiegend auf gebrauchten Reifen unterwegs, daher sind wir mit dieser Vorstellung sehr zufrieden. Alle Fahrer konnten genügend Kilometer abspulen und wir sind für das 24-Stunden-Rennen gut aufgestellt“, freute sich Abbelen im Ziel.

Klaus Abbelen: „Das war ein guter Testlauf für das 24h-Rennen. Insbesondere bei der Fahrwerksabstimmung konnten wir wichtige Fortschritte erzielen. Außerdem haben wir die Gelegenheit genutzt, um an den Fahrerwechseln zu feilen. Mit meinen Zeiten war ich zufrieden. Jetzt freuen wir uns auf den Saisonhöhepunkt Ende Mai.“

Sabine Schmitz: „In meinem ersten Turn musste ich mich zunächst an den neuen 911 GT3 R gewöhnen. Danach lief es aber sehr gut. Allerdings fehlten die passenden Sitzpolster. Daher bin ich ordentlich durchgeschüttelt worden. In meinem zweiten Turn war ich auf gebrauchten Reifen unterwegs. Die Folge: häufiges Übersteuern, was mir im Cockpit aber viel Spaß gemacht hat. Alles in allem war es ein gutes Rennen.“

Patrick Huisman: „Während meines Start-Turns kamen sich in der ersten Schikane zwei Fahrzeuge ins Gehege und ich musste einen Dreher aufs Parkett legen, um eine Kollision zu vermeiden. Danach stand ich quer zur Fahrtrichtung und musste warten, bis alle Konkurrenten vorbeigezogen waren. Später spürte ich Vibrationen auf der Bremse und habe daher die Box angesteuert. Während des Stopps begann es zu regnen, daher bin ich auf Regenreifen rausgefahren. Das war leider die falsche Wahl und wir mussten wieder zurückwechseln. Dank einer tollen Teamleistung und der starken Aufholjagd haben wir anschließend noch zahlreiche Plätze gutgemacht und konnten wichtige Erfahrungen sammeln. Das stimmt mich optimistisch für das 24-Stunden-Rennen.“

Frank Stippler: „Das Auto fuhr sich sehr gut. Ich freue mich, dass ich meinen Teil zur Feinabstimmung beitragen und das Team unterstützen konnte. Ich hatte viel Spaß im Cockpit.“