VLN1_Rowe_Rennen

Rowe: Test im Renntrimm

Die Renn-Saison 2017 ist endlich eröffnet, und Rowe Racing hat nach 125 Tagen Winterpause beim ersten Lauf der VLN auf der Nordschleife viele wertvolle Erkenntnisse in der Vorbereitung auf den Jahreshöhepunkt beim 45. ADAC Zurich 24h-Rennen am 27./28. Mai an gleicher Stelle gesammelt. Beide BMW M6 GT3 des Teams aus St. Ingbert kamen bei der vierstündigen 63. ADAC Westfalenfahrt ohne größere technische Probleme über die Distanz, sodass die sechs eingesetzten Fahrer viele erste Nordschleifen-Kilometer in diesem Jahr unter Rennbedingungen abspulen konnten. Am Ende standen die Plätze 19 und 25 zu Buche, was aber angesichts des Programms, das sich die Mannschaft vorgenommen hatte, eine Nebenrolle spielte.

Die ersten Renn-Kilometer überhaupt in der Mannschaft von Rowe Racing und auch im BMW M6 GT3 waren es für Neuzugang Marc Basseng. Der Nordschleifen-Spezialist, der in der Eifel schon einen Sieg beim 24h-Rennen und 26 Siege in der VLN gefeiert hat, nutzte die Gelegenheit, sich bei trockenen und sonnigen Bedingungen weiter an sein neues Auto zu gewöhnen. Er teilte sich das Cockpit des BMW M6 GT3 mit der #99 mit BMW DTM-Pilot Maxime Martin aus Belgien und BMW Werksfahrer Alexander Sims aus Großbritannien. Eine etwas bessere Platzierung verpasste das Trio, das von Startposition 27 ins Rennen gegangen war und letztlich drittbeste BMW-Crew des Tages wurde, weil es vor der letzten Rennrunde noch einen kurzen Extra-Tankstopp einlegen musste, um über die Distanz zu kommen. Beim Boxenstopp zuvor hatte es Probleme mit der Anzeige der Betankungsanlage gegeben.

Die gleichen Schwierigkeiten hatte auch das Schwesterauto mit der #98, mit dem der Niederländer Nick Catsburg, der Brite Richard Westbrook und der Finne Markus Palttala unterwegs waren, bis der BMW M6 GT3 in der letzten Runde auf der Döttinger Höhe wenige Kilometer vor dem Ziel ausrollte. Bis dahin hatte sich das Trio von Startplatz 29 bis in die Top-20 vorgearbeitet, obwohl bei einer leichten Kollision die Heckschürze beschädigt worden und dann von den Mechanikern kurz darauf beim nächsten Boxenstopp komplett entfernt worden war.

Hans-Peter Naundorf, Teamchef Rowe Racing: „Für uns war dieses Rennen ganz in Ordnung. Wir haben sehr viel ausprobiert und gestetet, da wir uns an ein neues Reglement und neue Reifen gewöhnen müssen. Da wir unser Programm durchziehen wollten, hatten wir uns vorgenommen, möglichst ordentliche Runden zu fahren und bei mehr als 190 Startern auch nicht das Risiko möglicher Unfälle einzugehen. Es ist nach dem heutigen Tag sehr schwierig, die Performance der einzelnen Hersteller einzuschätzen, aber ich habe auf dem Nürburgring noch nie ein Qualifying erlebt, in dem so viele GT3-Fahrzeuge so dicht beieinander lagen.“

Marc Basseng, Rowe Racing #99 BMW M6 GT3: „Meine ersten Runden für das Team waren mega. Ich hatte ein gutes Tempo und konnte ein gutes Gefühl für das Auto aufbauen. Der BMW M6 GT3 fährt sich ganz anders, man kann mit ihm länger in die Kurven reinbremsen. Das muss man erstmal lernen und umsetzen, aber das war schon ganz okay.“