vln-auftakt

Spannender Auftakt in der VLN

Doppelschlag für Audi: Beim Auftakt der Langstreckenmeisterschaft Nürburgring (VLN) gab es am Wochenende das erste Kräftemessen der Teams, die auch beim 24h-Qualifikationsrennen und dem 24h-Rennen aufeinandertreffen werden. Den besten Saisonstart erwischte Audi: Die Lokalmatadore von Phoenix Racing (Meuspath) feierten einen Doppelsieg. Der Audi R8 LMS von Frank Stippler und Anders Fjordbach wurde als Sieger abgewinkt, die Teamkollegen Laurens Vanthoor und Christopher Haase belegten Rang zwei. Auf Rang drei landeten Bernd Schneider, Adam Christodoulou, Maro Engel und Manuel Metzger im Mercedes AMG GT3. Das Quartett holte den Podestplatz in einem spannenden Finish, als es sich kurz vor Schluss gegen die Markenkollegen von Haribo Racing (Uwe Alzen / Maxi Götz / Lance David Arnold / Jan Seyffarth) durchsetzte.

Auch im Qualifying sah es für Audi gut aus. Der R8 LMS von Land Motorsport holte mit dem Fahrerquartett aus Marc Basseng / Connor De Phillippi / Timo Scheider / Mike Rockenfeller die Pole Position. Basseng konnte setzte das perfekt um und übernahm nach dem Start die Führung. Allerdings musste er sich gegen den Ford GT von Jürgen Alzen und Philipp Wlazik wehren. Auch Frank Stippler im späteren Siegerauto pushte. Kurz vor Ende der fünften Runde setzte sich Stippler gegen Basseng durch und ging in Führung. Basseng gab sich jedoch nicht so schnell geschlagen – eine Runde später überquerten beide zeitgleich die Ziellinie. Am Ende behielt Stippler bis ins Ziel die Oberhand.

„Mit unserem neuen Reifenpartner und Fahrwerkshersteller haben wir gut vorgearbeitet. Es war nicht ganz klar, wie das Paket auf der Nordschleife funktionieren würde, aber das Auto war aus dem Stand so gut, dass ich nicht wüsste, was man besser machen könnte“, sagte Stippler. Das Schwesterauto mit der Startnummer 15 überquerte die Ziellinie zwar als Erster, war jedoch zuvor mit einer 35-Sekunden-Strafe wegen eines Gelb-Vergehens belegt worden und wurde damit als Zweiter gewertet. „Ich bin zufrieden“, sagte der Belgier Laurens Vanthoor. „Das Auto war gut und unser Hauptziel war, dass Christopher und ich auf der Nordschleife wieder in einen Rhythmus finden.“

Mercedes-Benz behauptete sich hinter dem Audi-Doppelpack mit dem neuen AMG GT3, der erst seinen dritten Renneinsatz auf der Nordschleife absolvierte. Black Falcon und Haribo Racing schenkten sich allerdings nichts und kämpften noch bis kurz vor Schluss um den dritten Rang, der schließlich an Black Falcon ging.

Land Motorsport beendete das Comeback-Rennen auf dem fünften Platz vor dem Bentley Continental GT3 von Christian Menzel, Guy Smith, Marco Holzer und Fabian Hamprecht. Den bestplatzierten BMW M6 GT3, der seine Rennpremiere auf der Nordschleife gab, stellte Walkenhorst Motorsport auf Rang sieben mit Michele di Martino und dem Finnen Matias Henkola am Steuer. Die beiden von Manthey-Racing eingesetzten Porsche 911 GT3 konnten ihr Potenzial im Auftaktrennen nur andeuten. Beide wurden jeweils von einem Reifenschaden zurückgeworfen und schlossen das Rennen auf den Positionen zehn und elf ab.

Daneben gab es einige Neuerungen zum Saisonauftakt. Dazu gehörte die überarbeitete Code-60-Regel. Die Fahrer werden nun mit einer doppelt gelb geschwenkten Flagge, bei der Tempo 120 gilt, vorgewarnt. „Die zweistufige Tempo-Reduzierung ist besser und verhindert Notbremsungen. Die Umstellung ist gewöhnungsbedürftig, aber der richtige Weg. Auch die neue Asphaltierung am Flugplatz halte ich für sinnvoll“, lobte Frank Stippler.