HTP-Mercedes-AMG_ROWE-BMW-M6_Nordschleife

Starke Besetzung beim wichtigen 24h-Test

Beim ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen gibt es am kommenden Wochenende (16. – 17. April) einen Vorgeschmack auf den Höhepunkt der Endurance-Saison: Über 70 Fahrzeuge gehen beim Prolog für das ADAC Zurich 24h-Rennen (26. – 29. Mai) an den Start, um sich fit zu machen für das längste Rennen auf der längsten Rennstrecke der Welt. Mehr als zwei Dutzend GT3-Rennwagen und Prototypen sind in den großen Klassen dabei: Audi, BMW, Mercedes und Porsche sind mit Werkspiloten und starken Teams mit von der Partie. Als Herausforderer aus Fernost gehen Nissan und Lexus ins Rennen. Spektakuläre Farbtupfer stellen die drei Prototypen der Scuderia Cameron Glickenhaus dar.

Das Kräftemessen der stark besetzten Teams wird ein Schlaglicht auf den aktuellen Stand der Vorbereitungen werfen – denn nach dem ersten Schlagabtausch beim VLN-Auftakt sind nun zwei Wochen vergangen, die die Teams sicherlich genutzt haben, um die Boliden weiter zu optimieren. Fünf Audi R8 LMS sind es beim 24h-Qualifikationsrennen, die es zu schlagen gilt. Sie werden von den Teams WRT und Audi race experience sowie von Twin Busch Motorsport eingesetzt. Gut aufgestellt ist auch BMW: Die beiden BMW M6 GT3 von ROWE Racing sind enorm stark besetzt. Hier treten etwa der DTM-Champion von 2014, Marco Wittmann und Nordschleifen-Ass Maxime Martin an. Drei weitere M6 bringt das Walkenhorst-Team mit in die Eifel. Im Mercedes-AMG-Lager sind es die werksunterstützten Mannschaften von Black Falcon und Haribo sowie HTP Motorsport, die ebenfalls in Bestbesetzung ins Rennen gehen. Hier sind Piloten, wie DTM-Rekordchampion Bernd Schneider (Black Falcon) oder die aktuellen DTM-Piloten Maxi Götz (Haribo) und Christian Vietoris (HTP) am Start. Im Porsche-Lager stellt das Manthey-Team das Gros der GT3-Boliden. Unter anderem setzt das GT-Weltmeisterteam der Langstrecken-WM 2015 zwei 911 GT3 R im Werksauftrag ein. Dazu kommen starke Fahrzeuge mit Privatfahrern, wie das Wochenspiegel Team Manthey oder der beliebte 911er von Frikadelli Racing. Teamchef Klaus Abbelen schildert, warum das Rennwochenende mit seiner umfangreichen Fahrzeit für die Teams so wichtig ist: „Wir haben sowohl in der Saisonvorbereitung als auch beim ersten VLN-Lauf noch nicht genug Erfahrungen mit dem neuen 911 GT3 R gesammelt. Bei den Test- und Einstellfahrten machten uns das Wetter und Streckensperrungen einen Strich durch die Rechnung, beim VLN-Auftakt verfälschte eine Beschädigung des Unterbodens die von uns gesammelten Daten. Wir brauchen noch Kilometer, um den Porsche auf die aktuelle Einstufung in der ,Balance of Performance‘ sowie auf die neuen Rennreifen abzustimmen.“

Bis zu 15 Plätze im Top-30-Qualifying werden vergeben
Ähnlich wie Abbelen sehen es viele Teams – und das sorgt für ein sehr attraktives Starterfeld. Die GT3-Fraktion wird etwa durch zwei Nissan Nismo GT-R GT3 verstärkt, das Toyota-Werksteam Gazoo bietet einen Lexus RC F auf. Das Team des amerikanischen Milliardärs James Glickenhaus bringt drei bildschöne Supersportwagen an den Start. Spannend wird auch der Kampf in der SP7-Klasse: Hier werden neun Porsche 911 GT3 im Cup-Trim aufeinandertreffen. Gut besetzt ist auch die Cup-5-Klasse, in der über ein halbes Dutzend Konkurrenten mit BMW M235i Racing antreten. Das Geschehen am Wochenende verspricht damit höchst unterhaltsam zu werden, zumal den Teams jede Menge Zeit bleibt, die Fahrzeuge abzustimmen. Inklusive der dreistündigen Test- und Einstellfahrten auf dem Grand-Prix-Kurs am Samstagvormittag stehen mehr als zwölf Stunden Zeit auf der Strecke zur Verfügung. Daneben geht es aber auch um die begehrten Plätze im Top-30-Qualifying. Denn die zehn besten Teams im Qualifying und die fünf Erstplatzierten im Rennen können ihren Startplatz für das Einzelzeitfahren beim 24h-Rennen im Mai fixieren. „Wir wünschen uns, dass wir am Wochenende vor allem viel Streckenzeit für unsere beiden BMW M6 GT3 und auch unsere Fahrer bekommen“, schreibt Rowe-Teamchef Hans-Peter Naundorf. „Wir wollen unsere Fahrzeuge weiter kennenlernen sowie mit Blick auf das 24h-Rennen ein paar Dinge aussortieren und verschiedene Abstimmungen ausprobieren. Und es wäre natürlich ein angenehmer Nebeneffekt, wenn wir auch schon unsere Plätze im Top-30-Qualifying des 24h-Rennens sichern könnten.“

Falken-Drift-Team sorgt für Action im Fahrerlager
Auf die Besucher wartet beim 24h-Qualifikationsrennen noch mehr: Neben dem sechsstündigen Rennen am Sonntag (Start: 12:00 Uhr) gibt es bereits am Samstag sportliche Entscheidungen. Parallel zu den Test- und Einstellfahrten auf dem Grand-Prix-Kurs werden auf der Nordschleife nacheinander eine GLP sowie ein Lauf der RCN ausgetragen. Im Fahrerlager warten weitere Attraktionen. Der Eintritt ist im Preis bereits enthalten. So wird hier auf einer Aktionsfläche das Drift-Team von Falken seine Fahrkünste zeigen. Die Shows von Remo Niezen und seine Kollegen Rohan van Riel und Rick van Goehtem steigen am Samstag um 15:30 Uhr sowie am Sonntag um 10:00 Uhr und 14:00 Uhr.  Freien Eintritt haben alle Besucher mit gültigem Ticket auch in die Startaufstellung zum 24h-Qualirennen (Sonntag ab 10:50 Uhr). Karten sind ab 15 Euro (Tageskarte Samstag oder Sonntag) im Vorverkauf und an den Tageskassen erhältlich. Das Wochenendticket kostet 25 Euro.

14. April 2016