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[Teaminfo] TMG GT86 Cup: Unverändert enger Kampf

[Teaminfo] Drei Siege in sechs Saisonrennen, also alles klar an der Tabellenspitze? Nicht so im TMG GT86 Cup. Extrem spannende Rennen und damit auch ein nach vor wie enger Kampf um den Gesamtsieg sind in diesem Jahr das besondere Kennzeichen des Markenpokals der TOYOTA Motorsport GmbH (TMG). 108 Punkte haben die dreimaligen Saisonsieger Nils Jung und Florian Wolf vom Team Ring Racing gesammelt. Doch damit liegen die Tabellenführer gerade mal neun Zähler vor ihren Verfolgern Manuel Amweg/Thomas Lampert vom Toyota Swiss Racing Team.

Beide Duos gehören beim siebten Rennen am 3. September wieder zum Kreis der Favoriten. Da wollen aber natürlich auch „Brody“, Bruno-Francesco Barbaro und Olivier Muytjens von Pit Lane – AMC Sankt Vith ein Wörtchen mitreden. Die Gewinner des Auftaktrennens haben bisher 91 Punkte eingefahren und sind damit als Tabellendritte im Kampf um den Cup-Gesamtsieg längst noch nicht aus dem Rennen.

Tatsächlich hat die belgische Mannschaft beim sechsten Lauf am 20. August viele VLN-Fans mit einer beeindruckenden Leistung auf sich aufmerksam gemacht. Moralischer Sieger, Sieger der Herzen – viele Attribute wurden genannt, um dem Team Pitlane – AMC Sankt Vith zu den Plätzen drei und fünf zu gratulieren. Denn den größten Kraftakt hatte die Mannschaft um Teamchef und Fahrer Olivier Muytjens bereits hinter sich, als das Rennen gestartet wurde.

Freitagmorgen stieg während des freien Traninings aus noch ungeklärter Ursache Qualm aus dem Motorraum des TMG GT86 CS-Cup mit der Startnummer 532 auf. „Ich habe sofort bei einem Streckenposten in der ersten Kurve gehalten, doch als wir die Haube aufmachten, schlugen uns schon die Flammen entgegen“, berichtete der Teamchef, der zu diesem Zeitpunkt das Auto fuhr. Trotz schneller Löscharbeiten war der Schaden beträchtlich. Batterie, Kabel, Dichtungen, Gummischläuche – alles geschmolzen, so die Bilanz. Aber Aufgeben kam für Muytjens und sein neun Personen-Team nicht in Frage. „Als klar war, dass TMG in seinem Service-Truck alle benötigten Ersatzteile dabei hatte, gab es bei uns keinen Zweifel daran, dass wir das Rennen bestreiten würden“, erklärte Muytjens.

Nach einer Nachtschicht in der Box war das Auto zum Zeittraining am Samstag einsatzbereit und Muytjens selber fuhr sogar zur Bestzeit in der Qualifikation. Während das Team noch über die Pole-Position jubelte, erreichte die Mannschaft die Nachricht vom Unfall des zweiten Autos. Jacques Derenne hatte im Bereich Schwedenkreuz eine Berührung mit einem anderen Fahrzeug und war in die Leitplanken eingeschlagen. Auch das an Front- und Heckpartie sowie der Aufhängung vorne links beschädigte Cup-Auto mit der Startnummer 531 reparierte das Team in einem zweiten Kraftakt und nahm pünktlich mit beiden Fahrzeugen das Rennen auf. „Wir sind eben eine motivierte Truppe“, kommentierte Muytjens die großartige Arbeit seiner Mannschaft.

Weit über 30 Stunden war das Team vom Freien Training am Freitagmorgen bis zur Zieldurchfahrt am Samstagnachmittag auf den Beinen. „Das war unser längster VLN-Einsatz und schlimmer als jedes 24h-Rennen. Aber ich bin stolz darauf, dass wir mit beiden Autos das Ziel erreicht haben“, zog Muytjens Bilanz. Sein Wunsch für den bevorstehenden Lauf ist da nur allzuverständlich: „Ich hoffe auf ein möglichst ereignisloses Rennen“, lacht der Belgier. „Aber an unserem Ziel ändert sich nichts. Wie immer, werden wir auch diesmal versuchen zu gewinnen!“