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Wöflick Racing startet mit SP8-Mustang

[Teaminfo] Nicht nur in den Reihen der potenziellen Gesamtsieger legen in diesem Jahr die Konkurrenten ihre Karten frühzeitig auf dem Tisch – auch die Privatteams zeigen sich bereits weit vor Saisonbeginn gut aufgestellt. So hat das in Quiddelbach beheimatete Wölflick-Racing-Team seinen Plan bekanntgegeben, mit einem Ford Mustang GT V8 beim 24h-Rennen zu starten. Seit mehr als 12 Jahren tritt das reine Privatteam auf eigens umgebauten Rennfahrzeugen beim Langstreckenklassiker an. Dabei sind bis 2015 alle Generationen des Ford Focus erfolgreich zum Einsatz gekommen. Der Lohn: mehrere Klassensiege in der RCN, der VLN und beim 24h-Rennen. 2007 erreichte das Team auf einem Ford Focus STR sogar Platz 24 von 220 Teilnehmern mit nur 15 Runden Rückstand auf den damaligen Gesamtsieger.

Im vergangenen Jahr entschied sich Teamchef und MSC Adenau Mitglied Stephan Wölflick zusammen mit dem langjährigen Hauptsponsor Montaplast nun komplettes Neuland zu betreten und den neu erschienenen Ford Mustang GT V8 für das 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife fit zu machen. Erstmals in der 50-jährigen Geschichte des Mustangs wird das neue Modell nun auch in Europa zum Verkauf angeboten. Als Grund für den Umstieg nannte Stephan Wölflick die Robustheit und schiere Kraft, die das amerikanische Muscle-Car auf die Straße bringt. „Das ist kein High-Tech, so wie in der GT3-Klasse, sondern einfacher Purismus und Kult, so wie er auch in der amerikanischen NASCAR-Serie gelebt wird,“ so der Teamchef weiter. So kam es dann auch, dass der Mustang auf den Namen „Sally“ als Hommage nach dem Lied „Mustang Sally“ von Wilson Pickett aus dem Jahr 1967 benannt wurde.

Bei den ersten Testfahrten auf der Nürburgring Nordschleife im vergangenen Herbst zeigte sich das Team äußerst überrascht von der Agilität, Schnelligkeit und Handling, des noch im Serienzustand befindlichen Fahrzeugs. Über die Winterpause hinweg wurde der Mustang von den ehrenamtlichen Mechanikern des Teams sukzessive zum Rennfahrzeug umgebaut. Zusammen mit KW und Asch Motorsport wurde ein neues Fahrwerk entwickelt – Federführung in der Entwicklung war der aktuelle Meister der ADAC GT Masters, Sebastian Asch. Zudem wurden insgesamt 300 kg an Gewicht aus dem Auto entfernt und die Motorhaube und die Kofferraumabdeckung durch sehr viel leichteres CFK ersetzt. Die Motorleistung schöpft der Mustang aus einem leistungsstarken 5,0-l-V8 Benzinmotor, so wie er auch in der Serie angeboten wird.

Erstmals eingesetzt und getestet wird der Mustang beim ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen, dann erst wird sich zeigen, wie die Umbaumaßnahmen harmonieren. Die Veranstaltung bietet auch den Fahrern enorm viel Zeit sich auf das neue Fahrzeug einzustimmen. Beim Qualirennen und dem ADAC Zurich 24h-Rennen werden die Fahrer Stephan Wölflick, Urs Bressan und Jürgen Gagstatter an den Start gehen. Verstärkt wird die bewährte Konstellation durch den erfahrenen Rennfahrer Tobias Neuser, der 2012 beim 24h-Rennen in Dubai auf einem Lamborghini Gallardo GT3 in die Top-Ten im Gesamtklassement fuhr.

Der Ford Mustang GT V8 wird beim Langstreckenklassiker in der heiß umkämpften Klasse SP8 an den Start gehen. Aston Martin und Toyota schicken hier ebenfalls Fahrzeuge ins Rennen – das Team erhofft sich jedoch aufgrund seiner langjährigen Erfahrung, ein Wörtchen. Das Wölflick-Racing-Team setzt dabei auch auf die Unterstützung seiner Partner und Sponsoren Montaplast, KW, Castrol, Recaro, Bridgestone, Ford Motorcraft, Plastic 4 Performance, Fritz Motorsport, Karodur, Alsatec und Autoaufkleber 24.